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Unterstützung für mehr als 500 Kinder

Donaukurier am 26. Juni 2026

Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Manching bekamen vergangene Woche besonderen Besuch: Die Vereinsvorsitzende von Siyabonga, Ingrid Geisenfelder, brachte weitgereiste Gäste aus Südafrika mit an die Schule, um von den Patenkindern zu erzählen, die von allen Klassen der Schule unterstützt werden.

Manching – Seit mehr als 15 Jahren arbeitet die Realschule am Keltenwall mit dem Verein Siyabonga – Helfende Hände für Südafrika – zusammen, der 2009 und 2013 zwei Bildungszentren eröffnete. Diese sollen Kindern aus den Armenvierteln, den sogenannten Townships, eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Das Leben in den Townships ist von Armut und Hoffnungslosigkeit geprägt. Viele Kinder wachsen als AIDS-Waisen bei Tante, Onkel oder entfernten Verwandten auf. Zugang zu Bildung, familiäre Geborgenheit und ein sicheres Umfeld sind für diese Kinder nicht selbstverständlich.



Hier setzt Siyabonga an, denn in den Bildungszentren des Vereins werden rund 540 Schulkinder und rund 100 Kleinkinder von drei bis sechs Jahren in Kindergarten und Vorschule betreut. Sie erhalten mittags eine Mahlzeit und werden nachmittags durch verschiedene sportliche und spielerische Aktivitäten gefördert. Siyabonga übernimmt die Schulgebühren und stellt die Schuluniform, die die Schülerinnen und Schüler dort zum Erstaunen der Manchinger Kinder gerne und mit Stolz tragen, sie gibt ihnen ein Gefühl der Zugehörigkeit: Schule ist für sie wie Familie. Auch bietet das Projekt Computer- und Nähkurse für Erwachsene und hat somit eine positive Wirkung auf ganze Familien und Viertel, nicht nur auf das einzelne Patenkind.


Thabang Monametsi, der CEO von Siyabonga vor Ort, nahm die Kinder mit auf eine Reise ins 10 000 Kilometer entfernte Pietermaritzburg, auf beeindruckenden Fotos sahen die Schülerinnen und Schüler ihre Patenkinder, die sie sonst nur von den regelmäßig eintreffenden Briefen kennen. Auch, wie sie leben, lernen und mit welcher Freude sie schulische und nachschulische Angebote wahrnehmen, hinterließ Eindruck beim jungen Publikum. Monametsi beantwortete die Fragen der deutschen Kinder, zum Beispiel, ob der Schulabschluss schwer sei oder wie viele Sprachen er persönlich beherrsche.


Von der Erzieherin Nomusa Shezi gab es noch einen kurzen Kurs in der Landessprache Zulu, sodass die Manchinger Schülerinnen und Schüler nun zumindest einen kleinen Smalltalk mit ihrem südafrikanischen Patenkind halten könnten: „Kunjani?“ heißt „Wie geht es dir?“ – auch wenn die Aussprache der besonderen Laute eine gewisse Herausforderung darstellt... In einem Film kamen neben den derzeitigen auch ehemalige Patenkinder zu Wort, zum Beispiel Lethokuhle Hlongwane, die mittlerweile als Erzieherin arbeitet.


Am 3. Juli wird der jährliche Spendenlauf der Realschule stattfinden, bei dem Beiträge zur Finanzierung des Projekts und Unterstützung der Patenkinder erlaufen werden sollen. 

DK